Die Felge___ Im täglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe wie Felgen und Rad oft miteinander verwechselt und häufig der Begriff Felge verwendet, wenn tatsächlich die kompletträder gemeint sind. Moderne Stahl- Scheibenräder bestehen im wesentlichen aus Felgen und Radschüsseln die miteinander verschweißt, oder in seltenen Fällen, verschraubt sind. Die Felge dient zur Aufnahme des Reifens und die Radschüssel verbindet die Felge mit der Radnabe. Nur bei gegossenen oder geschmiedeten Felgen aus Stahl oder Leichtmetall wird die Felge aus einem Stück gefertigt.

Bei Bus- und Nutzfahrzeugrädern unterscheidet man zwischen den aktuellen einteiligen Felgen und den älteren mehrteiligen Felgensystemen. Räder mit mehrteiligen Felgen (z.B.: Flachbett) bieten vor allem die Vorteile einer einfachen Reifenmontage ohne Maschinen. Dem stehen als Nachteile der zeitlich höhere Montageaufwand, das höhere Radgewicht und die unruhigeren Laufeigenschaften gegenüber. Aus diesen Gründen dominieren immer mehr die einteiligen Felgen.

Bei der Felgenbezeichnung gibt laut ISO-Norm die erste Zahl den Felgendurchmesser, die zweite Zahl die Felgenmaulweite an. Es ist aber auch die umgekehrte Angabe nach anderen Normen möglich. Beide Zahlen sind aber immer durch ein Zeichen verbunden und zwar ein x für einteilige Felgen, z. B.: 22,5 x 11,75 oder ein - für ein mehrteiliges Felgensystem, z. B.: 8.5 - 20.

Diese mehrteiligen Felgensysteme haben wesentliche Konstruktionsmerkmale. Das Felgenhorn einer Seite ist fest, die andere Seite ist durch demontierbare Seiten-, Verschluß- und Dichtring gekennzeichnet. Daraus ergeben sich zwei-, drei- oder vierteilige Felgensysteme, wobei das vierteilige System mittels eines Dichtringes eine Schlauchlos-Montage (nur bei Flachbettfelgen, nicht bei Schrägschulterfelgen) erlaubt. Bei mehrteiligen Felgen dürfen immer nur die zusammen passenden Ringe verwendet werden, Radbefestigungselemente eingesetzt und zum Anziehen ein Radmutternschlüssel mit richtig eingestelltem Drehmoment verwendet werden.

Vorsicht mit Schmierstoffen! Angerostete und verschmutzte Teile, besonders die Anlageflächen des Rades und der Achsnaben, sind vor der Montage zu reinigen. Schwergängige und angerostete Radmuttern- und bolzen müßen ausgetauscht werden. Beschädigte oder verformte Räder, Risse oder Verformungen im Bereich des Felgenhornes, oder verformte und eingerissene Bolzenlöcher, dürfen nicht repariert oder diese Teile weiter zum Einsatz gebracht werden. Angerissene Felgen und Schüsseln dürfen unter keinen Umständen geschweißt werden. Dynamische Belastungen im Fahrbetrieb würden die Reparaturstellen nach kurzer Zeit erneut einreißen lassen.

Stahl-und Leichtmetallfelgen können unterschiedliche Erzeugungscodes aufweisen.

Der Tagescode: 12-03-96 oder 960312 bedeuten: 12. Mrz 1996

Der Wochencode: 42/90 bedeutet: Woche 42, 1990 09/93 bedeutet: Woche 9, 1993

Der Monatscode: 10/94 bedeutet: Oktober 1994 01/96 bedeutet: Januar 1996

Hier bezeichnen die beiden ersten Stellen die Woche oder das Monat, die Zweiten das Jahr.

METALLFELGEN Bei der Bezeichnung der Felgen gibt die erste Zahl die Felgenmaulweite und die letzte Zahl den Felgendurchmesser jeweils in Zoll an. Der Buchstabe hinter der ersten Zahl kennzeichnet die Form des Felgenhorns. Räder mit Tiefbettfelgen sind für schlauchlose Reifen geeignet. PKW und LLKW Räder müßen bei Verwendung von schlauchlosen Gürtelreifen auf der Außenseite, oder beidseitig eine Sicherheitsschulter (Hump, Flat-Hump) haben. Dieser umlaufende "Buckel" an der Schulter solcher Tiefbettfelgen soll verhindern, dass bei scharfer Kurvenfahrt der Reifenwulst eines schlauchlosen Reifens in das Felgenbett hineinrutscht.

Die Art der Sicherheitsschulter wird durch das Zeichen hinter dem Felgendurchmesser charakterisiert:

H2: Felge mit beidseitigem Hump H: Felge mit Hump auf der Außenseite

CH: Kombinations-Hump (Felge mit außenseitigem Flat-Hump und innenseitigem Hump)

FH: Felge mit Flat-Hump auf der Felgenauenseite

Die Vorteile von Leichtmetallrädern liegen einerseits in der extremen Gewichtsersparnis von bis zu 30 % gegenüber Stahlrädern und dem damit verbundenen ruhigeren Fahrverhalten und andererseits reduziert die optimierte Belüftung die Gefahr von fading der Bremsen. Darüber hinaus erreicht man durch verschiedenste Designmöglichkeiten in Verbindung mit Breitreifen eine exklusive individuelle Ausstrahlung am Fahrzeug.

Anziehdrehmomente zur Radbefestigung bei Scheibenrädern für PKW, Busse und NFZ. Im Allgemeinen gelten Anziehdrehmomente für Radschrauben oder Muttern nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers. Dabei sind die Befestigungselemente gleichmäßig über kreuz und stufenweise bis zum vorgeschriebenen Drehmoment anzuziehen.

Da alle Teile der Scheibenräder und Naben mit Grund- und Decklack versehen sind, geben diese Schichten erfahrungsgemäß nach. Auch die Schrauben und Muttern passen sich den Fahrbelastungen an und lockern sich. Es ist daher unerläßlich, sowohl bei Neufahrzeugen als auch nach jedem Radwechsel, Muttern und Schrauben nach den ersten 50 bis 100 km mit dem vorgeschriebenen Anziehdrehmoment nachzuziehen. Auch später sollte eine regelmäßige Kontrolle der Befestigungselemente erfolgen und zwar um so häufiger, je härter die Einsatzbedingungen waren.

Beschädigte oder verformte Räder bzw. Räder mit gerissenen oder verformten Bolzenlöchern dürfen nicht repariert oder zum Einsatz gebracht werden. Angerissene Felgen oder Schüsseln dürfen auf keinen Fall geschweißt werden; solche Räder sind sofort auszutauschen! Dieser Hinweis gilt sowohl für Stahlräder als auch für jede Art von Leichtmetallrädern!

- Änderungen vorbehalten -

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 Information   Auswuchten   Bezeichnungen   Fabrikatsbindung   Felgen   Garantie
Genehmigung   Homologation   Lagerung   Luftdruck   Mischbereifung   Montage
Motorrad   M+S Reifen   Neu-Reifen   Pannenschutz   Profiltiefen   Reifengas   Reinforced
Reparatur   Runflat   Runderneuert   Schläuche   Spur   Tuning   Ventile   Voreilung
Wasserfüllung   Zwillingsbereifung   Größenbezeichnung AS-Neu/Alt

InformationAuswuchtenBezeichnungenFabrikatsbindungFelgenGarantieGenehmigungHomologationLagerungLuftdruckMischbereifungMontageMotorrad-ReifenM+S ReifenNeu-ReifenPannenschutzProfiltiefenReifengasReinforcedReparaturRunflat-TechnologieRunderneuertSchläucheSpurTuningVentileVoreilungWasserfüllungZwillingsbereifungGrößenbezeichnung AS-NEU / ALT
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