Alle neuen Reifen sollten
die ersten 200-300 km mit mittlerer Geschwindigkeit, auf trockener Fahrbahn eingefahren werden, um die Laufflächen anrauen zu können. Das hat folgenden Grund: Reifen werden in Heizformen vulkanisiert, die mit hoher Genauigkeit und entsprechend glatter Oberfläche hergestellt worden sind. Auch sind in den Formen nicht nur alle Details des Profilmusters mit unzähligen Lamellen enthalten, sondern auch die gesamte Beschriftung und eine Vielzahl von Entlüftungsbohrungen. Dies alles hält den Reifen beim Entformen zurück.
Die Entnahme des Reifens aus der Heizform gelingt aber nur dann mühelos und ohne Deformationen, wenn der Reifen nicht in der Form kleben bleibt. Dazu werden die Reifen auf der Außenseite mit einem silikonähnlichen Trennmittel eingesprüht.
Dieses Trennmittel gilt es, beim Einfahren von der Lauffläche abzufahren und sie gleichzeitig anzurauen, wobei scharfe Kurvenfahrt und extreme Bremsmanöver vermieden werden sollten. Nur nach einem solchen Einfahrvorgang bringt ein neuer Reifen seine ihm vorgesehene Leistung und sein ganzes Haftungsvermögen.
Damit erklärt sich auch, dass neue M+S Reifen vor dem ersten Schneefall zu montieren sind, um so noch auf trockener Fahrbahn die Laufflächen anrauen zu können.
Wurde auf neue Breitreifen umgerüstet, ist ein verhaltenes Einfahren doppelt wichtig, da man sich noch zusätzlich auf das veränderte Fahrverhalten mit Breitreifen einstellen kann.
RESERVERAD: Für kurze Strecken kann auch ein mit einem anderen Reifen versehenes Ersatzrad verwendet werden. Das heißt, dass das Ersatzrad hinsichtlich Bauart oder Profilform nicht den anderen vorschriftsmäßig montierten Reifen entsprechen muß. Aufgrund der Reifenalterung wird von der Verwendung eines mehrere Jahre alten Ersatzreifens gemeinsam mit neuen Reifen abgeraten, da dadurch das Fahrverhalten und die Fahrsicherheit negativ beeinflußt werden kann. Die Laufflächenmischung kann ausgehärtet sein, bzw. kann sich die Reifentechnik in der Zwischenzeit weiter entwickelt haben. Spätestens mit einem Alter von sechs Jahren sollte der Ersatzreifen nur noch für Notfälle Verwendung finden. Es wird empfohlen, das Reserverad mit 0,5 bar über dem höchsten Vollastdruck zu befüllen. Auch für den Reservereifen (auch Notrad oder Faltrad) gilt die gesetzliche Mindestprofiltiefe.
Ein Notrad oder Faltrad hat vor der genormten Größenbezeichnung ein T (= temporary use only) wie z. B.: T 115/70 R 15 90 M. Die einsatzbedingte maximale Fahrgeschwindigkeit ist mit 80 km/h limitiert und es ist ein Luftdruck von 4,2 bar vorgeschrieben. Diese Daten sind in der Seitenwand angegeben.
- Änderungen vorbehalten -
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Information
Auswuchten Bezeichnungen
Fabrikatsbindung Felgen Garantie
Genehmigung Homologation Lagerung Luftdruck Mischbereifung Montage
Motorrad M+S Reifen Neu-Reifen Pannenschutz
Profiltiefen Reifengas
Reinforced
Reparatur Runflat Runderneuert Schläuche Spur Tuning
Ventile Voreilung
Wasserfüllung Zwillingsbereifung Größenbezeichnung AS-Neu/Alt





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